Sind Sie ein Freiberufler oder Gewerbetreibender? Dann sind Sie unter bestimmten Voraussetzungen nicht dazu verpflichtet, die Umsatzsteuer auszuweisen. Ausschlaggebend ist eine Sonderregelung, die bei einem geringen Umsatz für kleine Unternehmen gilt.

Wenn Sie weniger als 17.500 € Umsatz im aktuellen Jahr und im Folgejahr nicht mehr als 50.000 € erwarten, können Sie von dieser sogenannten Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen.

In diesem Fall sind Sie von der Umsatzsteuer befreit, was auch bedeutet, dass diese nicht wie ansonsten üblich auf der Rechnung ausgewiesen werden darf. Eine fachgerechte Rechnungsstellung ist jedoch unverzichtbar.

Ein Muster als Grundlage – was gibt es zu beachten?

Wenn Sie die Kleinunternehmerregelung für sich in Anspruch nehmen, befreit Sie das trotzdem nicht von den Pflichtangaben für eine korrekte Rechnung. Zusätzlich muss außerdem darauf hingewiesen werden, weshalb die Umsatzsteuer auf Ihren Rechnungen nicht erscheint. Folgende Pflichtangaben gehören auch auf eine Rechnung ohne Umsatzsteuer:

  • Ihr voller Name und Ihre Adresse
  • Name und Adresse Ihres Kunden
  • Ihre Steuernummer
  • Datum der Rechnungserstellung
  • Rechnungsnummer
  • Art und Menge der erbrachten Leistung oder des Produktes
  • Datum des Leistungszeitraumes oder der Lieferung
  • Vermerk über den Grund für die fehlende Umsatzsteuer

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, darauf hinzuweisen, warum Sie auf die Umsatzsteuer verzichten. Dabei müssen Sie nicht zwingend schreiben, dass Sie die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen.

Bei manchen kann diese Bezeichnung nämlich einen nachteiligen Eindruck hinterlassen. Für eine passende und gesetzeskonforme Formulierung ist es sinnvoll, eine entsprechende Vorlage, bzw. ein Muster zu nutzen. So haben Sie alle Pflichtangaben und auch die empfohlenen freiwilligen Angaben im Überblick.

Vordruck in Word – die einfache Lösung

Sie sind ein Freiberufler und möchten eine Rechnung für eine Dienstleistung erstellen? Dann reicht häufig eine einfache Rechnung in Word aus. Die Vorlagen können Sie individuell auf Ihre Bedürfnisse anpassen. Der Beispieltext auf dem Vordruck kann zu diesem Zweck einfach ersetzt werden.

Am besten ist eine solche Vorlage geeignet, wenn Sie eine Rechnung für einzelne Dienstleistungen oder Produkte schreiben.

Vordruck in Excel – für Großaufträge


Für große Aufträge mit vielen unterschiedlichen Positionen bietet Ihnen eine Vorlage in Excel für Ihre Rechnung den passenden Komfort.

So können Sie nicht nur die Beispieldaten auf dem Vordruck durch Ihre eigenen Daten ersetzen und damit entsprechend personalisieren, sondern auch die Tabelle für die einzelnen Positionen beliebig und übersichtlich erweitern.

Beispiele für Vor- und Nachteile einer Rechnung ohne Umsatzsteuer

Gerade für Gründer und Jungunternehmer, die sich erst selbstständig gemacht haben, kann die Kleinunternehmerregelung sinnvoll sein. Trotzdem müssen Sie die gesetzlichen Vorgaben beachten.

Mit einem professionellen Muster sind Sie daher auf der sicheren Seite. Mit den passenden Formulierungen entgehen Sie auch der Gefahr, von Ihren Kunden mit dem eher abwertenden Begriff des Kleinunternehmers in Verbindung gebracht zu werden.

Sollten Sie regelmäßig eine große Anzahl von Belegen schreiben, ist eine Softwarelösung möglicherweise besser für Sie geeignet. Zwar bietet beispielsweise auch ein Vordruck in Word die Möglichkeit der seriellen Rechnungserstellung, doch sind hier entsprechende Kenntnisse vorausgesetzt.

 

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