Der Fortschritt der Menschheit lebt von Ideen, die irgendwann einmal jemand hatte. Leider kam es in der Vergangenheit zu bedeutenden Geschehnissen, in denen eine NDA vielleicht hilfreich gewesen wäre. Ideenklau war schon immer ein heikles Thema und nicht selten schlug derjenige, der nur davon gehört hatte, eine Menge Kapital aus der Idee eines anderen. Die NDA (Abkürzung für Non-Disclosure-Agreement) bezeichnet im Grunde eine Vereinbarung, in der festgelegt ist, dass über eine Sache Stillschweigen bewahrt wird.

Wir haben ein solches Agreement nachfolgend näher erörtert und möchten mit diesem Ratgeber nicht nur Informationen und ein Beispiel liefern, sondern auch eine kostenlose Vorlage bieten, die Ihnen im Ernstfall helfen könnte.

Welchen Zweck verfolgt die NDA?

Die NDA, auch als Geheimhaltungsvereinbarung bekannt, verfolgt den Zweck, dass firmeneigenes Wissen bewahrt wird und nicht an unbefugte Dritte gelangt. Gehen wir einmal anhand von einem Beispiel von der Annahme aus, Sie hätten ein Produkt erfunden, welches die Revolutionierung für viele Firmen bedeuten würde. Es gibt vielleicht bereits ein Muster, welches man jedoch der Öffentlichkeit noch nicht präsentieren möchte. Das Produkt möchten Sie vermarkten und weihen einen Kollegen in Ihr Vorhaben ein, weil Sie die Herstellung beherrschen, er jedoch Ahnung von erfolgreichem Marketing hat.

Was wäre, wenn Ihr Kollege diese Idee einem Dritten mitteilt, der daraufhin die Lorbeeren erntet, eine Menge Kapital daraus schlägt und Sie somit finanziell ruiniert? Ihre Position auf dem Markt wäre geschwächt, Sie sind nicht mehr wettbewerbsfähig. Wer weist Ihnen nach, dass die Idee von Ihnen stammt? Und wer bestraft den Kollegen, der für den Diebstahl Ihrer Geschäftsidee verantwortlich ist? – Damit genau das nicht geschieht, gibt es die NDA.

Diese Eigenschaften muss eine NDA besitzen

Innerhalb einer NDA sind bestimmte Vorgaben einzuhalten, damit sie sowohl gerichtlich anerkannt wird als auch, dass klar deklariert ist, was alles dazu gehört. Hier einmal ein paar Eckdaten, welche Informationen in die Erklärung gehören:

  • Die Nennung der Vertragspartner
  • Welche Informationen sollen geheim gehalten werden?
  • Wie lange dauert der Vertrag?
  • Welche Daten wurden übergeben und empfangen worden?
  • Welche Informationen waren bereits vorher bekannt?
  • Die Klausel der Vertragsstrafe

Generell ist zu sagen, dass niemand dazu verpflichtet ist, ein solches Dokument anzufertigen. Es ist jedoch immer hilfreich, wenn man sie an der Hand hat und in dieser klar geregelt ist, worüber gesprochen werden darf, an wen man Informationen weitergeben kann und welche Konsequenzen zu erwarten sind, falls man sich nicht daran hält.

Innerhalb eines Arbeitsverhältnisses ist es sogar so, dass der Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber grundsätzlich zur Verschwiegenheit verpflichtet ist und betriebsinterne Daten nicht an Dritte weiterzugeben sind. Hierbei besteht jedoch keinerlei Pflicht seitens des Arbeitgebers, dies schriftlich festzuhalten.

Was ist bei einem Verstoß gegen die NDA zu erwarten?

Wer gegen die Vereinbarung verstößt, muss mit Konsequenzen rechnen. Diese sind ebenfalls in der NDA klar abgefasst und können sowohl eine Abmahnung beinhalten, die Beendigung der geschäftlichen Beziehung oder gar eine Geldstrafe. Kommt es zu einem besonders schweren Verstoß, ist es eventuell sogar möglich, dass eine strafrechtliche Konsequenz in Betracht gezogen wird.

Klare Deklaration sorgt für gerichtliche Anerkennung

Wer glaubt, er könne eine NDA einfach so aus dem Handgelenk entwerfen und knapp abfassen, täuscht sich leider. Um sie gerichtlich haltbar zu machen, müssen klare Deklarationen in ihr enthalten sein. Das bedeutet, es muss deutlich herauszulesen sein, was Bestandteil der Vereinbarung ist. Ist es beispielsweise nur gewünscht, eine gewisse Abteilung in die Informationen einzubeziehen, muss diese klar in der Erklärung benannt werden. Unterdessen werden sämtliche anderen Abteilungen von dem Vorhaben ausgeschlossen.

Hierzu gehört es auch, eine entsprechende Sorgfalt gegenüber allen Ausgeschlossenen an den Tag zu legen. Ob dies das Schwätzchen in der Mittagspause ist, in der ‚lapidare Floskeln‘ fallen, oder Unterlagen, die auf dem eigenen Schreibtisch liegen gelassen werden und somit praktisch für jeden anderen einsehbar sind. Es gilt, sämtliche Informationen gegenüber Unbefugten unter Verschluss zu halten.

Besondere Bedingungen im Dienstleistungsbereich

Dienstleistungsberufe genießen in Bezug auf die NDA eine besondere Stellung. Hier sind vertrauliche Informationen Gang und Gebe und werden diskret behandelt. Dazu gehört zum Beispiel die medizinische Pflege, ein physio- oder psychotherapeutischer Dienst als auch die Rechtsberatung. Sensible Daten werden hierbei grundsätzlich unter Verschluss gehalten. Daher ist eine NDA in diesen Bereichen praktisch eine Selbstverständlichkeit.

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