Wenn es in einem Unternehmen zu einem Vorhaben kommt, wird zunächst ein Dokument erstellt, indem es darum geht, mögliche Risiken darzustellen und vor allem, wie hoch die Wahrscheinlichkeit dafür ist. Die Risikoanalyse wird vor allem in Unternehmen angewandt, die mit technischen Systemen arbeiten, die sich um Finanzen, Wirtschaft oder Dienstleistungen kümmern. Außerdem ist sie in unterschiedlichen Organisationen ein Thema.

Wir möchten mit diesem Artikel aufklären, was eine Risikoanalyse genau ist, wozu sie eingesetzt wird und wie sie zu erstellen ist. Zum Schluss liefern wir Ihnen eine Vorlage, die Sie kostenlos herunterladen und für Ihre Zwecke einsetzen können. Zudem ist das Muster für eine Bearbeitung in Word oder Excel verwendbar.

Woraus besteht eine Risikoanalyse?

Eine Risikoanalyse wird im Bereich des Projektmanagement erstellt und soll das Risiko einschätzen, mit welcher Wahrscheinlichkeit es zu Problemen bei der Umsetzung kommen kann. Sie ist die Grundlage für jegliches Vorhaben und hat zieht während der Umsetzung eine zusätzliche Risikoüberwachung nach sich. Innerhalb einer Risikoanalyse muss zwingend vorhanden sein:

  • Eintrittswahrscheinlichkeit
  • Auswirkung
  • Erfahrungswerte welche Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe verbindet
  • Eintrittsnähe (welche Anlagen sind evtl. im Anschluss betroffen?)
  • Einteilung der Risikoklasse
  • Priorisierung des Risikos

Man macht sich im Rahmen der Risikoanalyse quasi ein Bild davon, welche Probleme entstehen können, welchen Schaden sie verursachen und wenn es dazu kommt, welche Anlagen sie eventuell noch in Mitleidenschaft ziehen. Dabei soll klar werden, welche Auswirkungen dabei zustande kommen, falls es zu einem Problem kommt. Dieser Vorgang wird auch oftmals als Risikobewertung bezeichnet und soll einem Unternehmen die Möglichkeit bieten, bei einem Vorhaben zum Beispiel zu entscheiden, ob es das Risiko wert ist, oder nicht.

Ein Beispiel für die Risikoanalyse

Gehen wir von der Situation aus, dass in einem Betrieb diverse Produkte hergestellt werden. Eine neue Maschine soll in den Ablauf gebracht werden, die unmittelbar mit den anderen Maschinen zusammenarbeitet. Bei einer Risikoanalyse kann kalkuliert werden, ob sie, wenn sie der Maschinenrichtlinie entspricht, ein Problem im Ablauf verursacht und wenn ja, wie hoch die damit zusammenhängenden Kosten sind. So muss beispielsweise auch mit einkalkuliert werden, dass wenn besagte Maschine nach Fertigstellung ausfällt, diese bereits gefertigte Güter zerstört, was für den Betrieb stets einen Verlust darstellt. Schlimmstenfalls gerät die Maschine in Brand und zieht zusätzlich angehängte Maschinen im Ablaufprozess hinein, die ebenfalls beschädigt werden.

Um festzulegen, wie hoch das Risiko solcher Geschehnisse ist und welche Folgen man zu erwarten hat, wird eine Risikoanalyse erstellt.

Andere Bereiche für eine Risikoanalyse

Auch andere Bereiche verwenden die Risikoanalyse durchaus, um Ergebnisse diverser Prozesse abzuschätzen. Mit dazu gehören beispielsweise neben der Projektplanung:

  • Banken (Kreditvergabe, Eigenkapitalforderungen oder ähnliches)
  • gesellschaftliche Entwicklungen (bei der Umsetzung neuer Technologien)
  • Bewertung von Produktrisiken (insbesondere bei neuen Produkten)
  • Beurteilung der Situation von Unternehmungen (Strategie- oder Unternehmensbewertung)
  • gesetzliche Vorschrift beim Jahresabschluss eines Unternehmens (Lage- oder Risikobericht)

In allen Bereichen dient die Risikoanalyse hier der Bewertung von Risiken und hilft dabei, anhand der Ergebnisse zu entscheiden, ob ein Risiko eingegangen werden soll und man mit den Konsequenzen umgehen kann oder nicht.

So kann es in einem Unternehmen auch dazu kommen, dass nach erstellter Risikoanalyse das Vorhaben abgebrochen wird und zunächst ein Umdenken erforderlich ist, bevor eine erneute Bewertung stattfindet.

Alternative PSA – Wo kommt sie zum Einsatz?

Die Probabilistische Sicherheitsanalyse, kurz PSA, steht ebenfalls für eine Risikoanalyse, die jedoch in bestimmten Industriezweigen erstellt wird, in denen ohnehin schon ein hohes Risiko für Probleme besteht. Hier ein paar Beispiele:

  • Großveranstaltungen
  • Brandschutzbedarfsplan bei Feuerwehren
  • Arbeitsschutz in Form von Gefährdungsbeurteilung
  • Toxikologie und Ökotoxikologie
  • Maschinenbau und Anlagenkonstruktion (Sicherheitssystem)
  • Medizinwirtschaft (Entwicklung von Medizinprodukten) gemäß EN ISO 14971
  • Elektrotechnik nach Norm EN 62305-2 gemäß Niederspannungsrichtlinie
  • Bahnübergänge zwecks Sicherheitsanforderungsstufe mittels Warnsystems
  • Lebensmittelsicherheit

Wie man an der Liste sehr gut sehen kann, bestehen in derlei Betrieben ohnehin hohe Risiken, wenn dort gearbeitet wird. Oder aber ein Vorhaben, welches mit Unberechenbarkeit einhergeht, da andere Personen involviert sind, wie beispielsweise bei Großveranstaltungen. Hier besteht stets seitens der Veranstalter oder Unternehmen eine gewisse Vorsicht, wenn Dinge neu geplant und umgesetzt werden, womit die PSA zu einem unabdingbaren Dokument wird, auf das man nicht verzichten kann.

Wir liefern Ihnen den richtigen Vordruck für die Risikoanalyse

Auf unserer Webseite erhalten Sie ein geeignetes und kostenloses Muster, mit dem Sie eine Risikoanalyse ganz einfach selbst erstellen können. Die Vorlage enthält sämtliche Informationen und Grundlagen, die für einen solchen Bericht erforderlich sind.

Sie können den Vordruck herunterladen und problemlos in Word oder Excel bearbeiten, damit Sie Ihren Vorgaben entspricht. Auf diese Weise gehen Sie kein Risiko ein, wenn Sie ein Vorhaben planen und hierfür noch eine geeignete Dokumentation für das eventuelle Risiko benötigen.

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