Bei der Preiskalkulation müssen zahlreiche Details beachtet werden, um den perfekten Preis zu finden. Doch wie gestaltet sich diese Kalkulation? Es kommt unter anderem auf demografische sowie sozioökonomische Merkmale an. Weitere Faktoren und Details zur Preiskalkulation verraten wir nachfolgend.

Definition Preiskalkulation

Per Definition ist eine Preiskalkulation wortwörtlich die Kalkulation – also die Berechnung – des Preises. Es kann dabei beispielsweise um den Verkaufspreis eines Produktes gehen. Die Kalkulation findet in der Theorie statt, um sowohl alle Kosten zu decken als auch Gewinn zu erzielen. Gleichzeitig muss die Preiskalkulation auch konkurrenzfähig sein.

Wie wird der Preis eines Produkts richtig berechnet?

Um die Preisberechnung anzustellen, sind für die Kalkulation zahlreiche Details nötig. Nachfolgend eine kleine Übersicht, welche Details für nötig sind, um für ein Produkt die idealen Preise kalkulieren zu können.

  • Analysen: Im ersten Schritt benötigst du zahlreiche Analysen. Angefangen von der Zielgruppenanalyse über die Markt- sowie die Analyse der Konkurrenz. Dabei gibt es zahlreiche Merkmale, die beachtet werden müssen, zum Beispiel ökonomische, personenbezogene und organisatorische Merkmale.
  • Ermittlung der tatsächlichen Kosten: Im nächsten Schritt muss geklärt werden, wie hoch die tatsächlich Kosten für das Produkt sind. Dazu gehören Material-, Fertigungs- und Entwicklungskosten. Auch Verwaltung, Vertrieb oder Marketing-Dienstleistungen müssen dabei kalkuliert werden.
  • Ermittlung der Gewinnspanne: Anschließend wird ermittelt, wie hoch die Gewinnspanne ausfallen soll, denn beim Verkauf möchtest du ja schließlich auch Gewinn machen und nicht nur die Kosten decken. Beachte, dass bei der Ermittlung auch Leerlaufzeiten oder Schwankungen in der Nachfrage beachtet werden müssen.
  • Wahl der Preisstrategie: Danach entscheidest du dich für eine Preisstrategie. Möglich ist die Hochpreis-, Mittelpreis- oder Niedrigpreisstrategie. Auch mit einer Preisdifferenzierung kannst du arbeiten.
  • Sonstige Kalkulation: Im nächsten Schritt der Preiskalkulation werden Nachlässe, Skonto sowie Rabatte einkalkuliert.

Auch nach der initialen Preiskalkulation solltest du in regelmäßigen Abständen, deine Preise neu kalkulieren. So kannst du zum Beispiel steigenden Rohstoffpreisen Rechnung tragen.

Warum die richtige Preiskalkulation so wichtig ist

Einen Preis kalkulieren – das scheint auf den ersten Blick nicht so wichtig zu sein, denn du könntest dich ja ganz ungefähr an der Konkurrenz orientieren und den Verkaufspreis dahingehend auswählen. Doch ohne eine richtige Preisberechnung könntest du damit grob daneben liegen. Im schlimmsten Fall werden die Kosten deines Produktes überhaupt nicht gedeckt.

Das alles und viele weitere Gründe sorgen dafür, dass du eine eingehende Preiskalkulation durchführen solltest. Nur so kannst du deine tatsächlichen Kosten sowie die entsprechende Gewinnspanne kalkulieren und langfristig Erfolg haben.

Preiskalkulation Vorlage richtig ausfüllen

Um den richtigen Preis für dein Produkt zu ermitteln, solltest du Schritt für Schritt alle wichtigen Punkte abarbeiten. Doch das ist ohne eine passende Anleitung und Vorlage gar nicht so einfach. Hierfür haben wir glücklicherweise eine Lösung. Lade dir ganz einfach die kostenlose Preiskalkulation Vorlage als Excel-Datei herunter. Nun kannst du die Tabelle mit deinen eigenen Werten ausfüllen.

Zur Berechnung der Selbstkosten des Produkts musst du die folgenden Kosten je Stück eintragen:

  • Materialkosten:
    • Materialeinzelkosten
    • Materialgemeinkosten
  • Fertigungskosten:
    • Fertigungseinzelkosten
    • Fertigungsgemeinkosten
  • Vertriebskosten: 
    • Verwaltungsgemeinkosten
    • Vertriebsgemeinkosten

Mit der anschließenden Angabe der Gewinnmarge in % und einem ggf. gewährten Rabatte oder Skonto erhältst du den Nettoverkaufspreis deines Produktes. Zum Schluss musst du nur noch die geltende Umsatzsteuer eintragen und erhält somit den Bruttoverkaufspreis.

Tipp: Investiere Zeit, um alle relevanten Details und Informationen zu beschaffen. Ohne, dass du ermittelst, welche tatsächlichen Kosten für ein Produkt auflaufen und ohne weitere Analysen (zum Beispiel der Konkurrenz und Zielgruppe), hilft auch eine Vorlage nicht.

Mit dem Muster der Preiskalkulation Vorlage gehst du sicher, dass du nichts vergisst und keine relevanten Details auslässt, die zur Ermittlung des Preises von Bedeutung sind.

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